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Mit den Weinrittern auf den Spuren der Benediktiner

Während sich über weite Teile Österreichs eine Schlechtwetterfront ausbreitete, nutzte die Europäische Weinritterschaft den strahlenden Sonnenschein Sloveniens, um auf den Spuren der Benediktiner zu wandeln. Aus allen Himmelsrichtungen kommend, folgten die Eidgenossen der Europäischen Weinritterschaft der Einladung des Consulats Slovenien und trafen sich am Weingut Dveri Pax des Stiftes Admont.

Dveri-Pax

Weinbau hat für das Stift Admont eine über die Jahrhunderte dauernde Tradition. Seit alters her hatte das Stift im Nordosten Sloveniens Grundbesitz und Weingärten. Während der Diktatur des dritten Reiches wurde das Stift Admont enteignet und der Benediktinerorden aufgelöst. Auch der Jahringhof - das heutige Weingut Dveri-Pax - schien verloren. Aber Gott sei Dank konnte ein Großteil der Besitzungen, die während und nach dem Ende des zweiten Weltkrieges zum Priorat Marburg gehörten, im Zuge der Denationalisierung wieder in den Besitz des Stiftes Admont übergehen.

Insgesamt sind bereits 68 ha Weingärten zur Gänze neu angelegt worden. Ebenfalls wurde ein mit dem neuesten Stand der Technik ausgestatteter Weinkeller gebaut. Die Jahresproduktion 2009 betrug bereits 200.000 Flaschen Weißwein und Rotwein. Die Produktion wird in den nächsten Jahren kontinuierlich ausgebaut.

Vorwiegend werden auf Dveri-Pax Weißweine vinifiziert. Dabei gibt es zwei Linien; die Benedict Linie mit ihren frisch fruchtigen Charakter und die Admont Linie mit reifen geschulten Weinen. Neben den weißen Rebsorten Laški Rizling  (Weschriesling), Šipon (Furmint), Rumeni Muškat (Gelber Muskateller), Renski Rizling (Rheinriesling), Traminec (Traminer), Chardonnay, Sivi Pinot (Grauburgunder) und Saugvignon werden auch die roten Rebsorten Modra Frankinja (Blaufränkisch) und Modri Pinot (Pinot Noir) ausgebaut.

Nach der Besichtigung des Presshauses und des Weinkellers wurden elf herrliche Weine im Schloss Jarenina, dem ehemaligen Weinkeller, verkostet. Dazu wurden die Eidgenossen der Weinritterschaft auch mit Köstlichenkeiten aus der Region verwöhnt.

Ptuij

Ptuij (Pettau) ist die älteste Sadt Sloveniens mit einer zweitausendjährigen Tradition. Als Knotenpunkt verbindet Ptuij das sonnige Italien mit dem pannonischen Becken und die Alpentäler mit den den Weiten des Balkans. Natürliche Gegebenheiten ließen am Drauübergang der Bernsteinstraße eine verkehrsgünstige wie auch strategisch und wirtschaftlich bedeutende Ansiedlung entstehen, welche sowohl auf dem Gebiet der Politik und Verwaltung, wie auch dem Gebiet der Kunst und Kultur eine sichtbare historische Rolle spielte.

Verschiedene römische Geschichtsschreiber, angefangen mit Tacitus, erwähnen Ptuj mehrmals in Bezug auf bedeutende Ereignisse, die von der Wahl des Kaisers Vespasian im Jahre 69, bis zur Erwähnung der politischen Aktivität des Großvaters des letzten weströmischen Kaisers Romulus, der 476 seines Amtes enthoben wurde, reichen. Mit diesen Schriften beginnt die historische Epoche der Stadt Ptuj. Um das Jahr 103 wurde sie als Colonia Ulpia Traiana Poetovio zum Selbstverwaltungskreis ernannt und erreichte im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. ihre größte Ausdehnung.

Nach einer Führung und Maiandacht in der St. Georgs Kirche wurden die Eidgenossen vom Ritterprister Prior Pihler zur Verkostung des Messweines geladen. Anschließeng gab es einen Empfang des Vizebürgermeisters im Rathaus, gefolgt von einem Stadtrundgang. Der Abend klang auf dem Weringut der Ritterlichen Hospitia Svetlana Širec aus.

Links

Öffnet externen Link in neuem FensterEindrücke vom Ausflug aud der Homepage des Consulates Steiermark

Öffnet externen Link in neuem FensterWeingut Dveri-Pax

Öffnet externen Link in neuem FensterStadt Ptuij