Studie Supply Chain Risk Management
Die hohe Resonanz und die interessanten Ergebnisse der Studie "Supply Chain Risk Management in der deutschen Windenergiebranche" aus dem Jahr 2008, hat das Institu für Logistik und Unternehmensführung der technische Universität Hamburg-Harburg veranlasst, diese Studie 2010 neu aufzulegen.
Für die Studie Supply Chain Risk Management in der deutschen Windenergiebranche wurden Teilnehmer aller Wertschöpfungsstufen der Branche angesprochen. Dabei wurden sowohl Anlagenhersteller als auch System-, Komponentenzulieferer sowie Materialzulieferer befragt. Obwohl erwartungsgemäß der Umsatzanteil der jeweiligen Unternehmen in der Branche auf den tieferen Stufen der Lieferkette abnimmt, wird der Studie insgesamt eine hohe Relevanz zuteil. Die Bedeutung des Risikomanagements in Logistik und Supply Chain für die Windenergiebranche wird durch eine außergewöhnlich hohe Teilnehmerquote von mehr als 25% der rund 335 identifizierten Unternehmen belegt. Die Aussagen der Studie stehen somit für Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von mehr als 6 Mrd. EUR.
Die Auswertungen der Studie ergaben, dass die Branche auf allen Wertschöpfungsstufen von steigenden Rohstoffpreisen, insbesondere für Stahl, sowie dem Anstieg vieler Bauteilepreise betroffen ist. Hinzu kommen Risiken, die beispielsweise durch die globale Ausdehnung vieler Beschaffungsnetzwerke sowie durch den rasanten technologischen Fortschritt im Bereich der Windenergieanlagen getrieben werden. Die Nachfrage am Endkundenmarkt scheint dagegen intakt, hier werden kaum Risiken gesehen.
Die immer noch junge Windenergiebranche steht vor erheblichen Herausforderungen. Während es kurzfristig gilt, die Folgen der letzten Wirtschaftskrise abzufangen, ist mittel- bis langfristig wieder ein starkes Wachstum zu erwarten (BWE: „Verdoppelung der Installierten Leistung bis 2020“). Zusätzlich beschleunigen der Einstieg in neue Leistungsklassen und den Offshore-Bereich die technologische Weiterentwicklung der Anlagen. Bei der Bewältigung dieser Herausforderungen, kommt auch in stürmischen Zeiten funktionierenden Lieferketten eine besondere Bedeutung zu. Das Institut für Logistik und Unternehmensführung der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) hat aus diesem Grund zusammen mit der Pleyma GmbH bereits im Jahr 2008 die Lieferketten der deutschen Windenergiebranche untersucht und dabei erhebliche Defizite im unternehmensübergreifenden Risikomanagement festgestellt.
Zum Fragebogen
Die Beantwortung des vorliegenden Fragebogens dauert circa 20 Minuten. Bitte beantworten Sie alle Fragen aus der Sicht Ihres Unternehmens bzw. Geschäftsbereichs (nicht aus der Sicht eines eventuell übergeordneten Gesamtkonzerns) und wählen Sie immer die am ehesten auf Ihr Unternehmen zutreffende Antwortmöglichkeit aus. Wir versichern Ihnen, dass die in dieser Umfrage erhobenen Daten lediglich zu Forschungszwecken dienen. Ihre Angaben werden absolut vertraulich und anonymisiert behandelt.
Quelle: Institut für Logistik und Unternehmensführung der technischen Universität Hamburg-Harburg.