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Kostenwahrheit in der Logistik

Naturgemäß polarisierte das Thema "Kostenwahrheit in der Logistik" und spannende Diskussionen waren beim bvl Arbeitskreis der Serie "Brennpunkt KMUs" vorprogrammiert.

Prof. Helmut E. Zsifkovits und Dipl.-Ing. Klaus D. Tolliner vom Reginalbüro der Öffnet externen Link in neuem FensterBundesvereinigung Logistik bvl haben am Donnerstag, 25. Februar, zum Arbeitskreis der Serie "Brennpunkt KMUs" (Öffnet internen Link im aktuellen Fenstersiehe auch Auftaktveranstaltung) in den Seminarraum der Öffnet externen Link in neuem FensterIndustrielogistik der Öffnet externen Link in neuem FensterMontanuniversität Leoben eingeladen. Mit dem Thema des ersten Arbeitskreises "Kostenwahrheit in der Logistik" haben die beiden den Nagel auf den Kopf getroffen und der Seminarraum war bis zum letzten Sitzplatz gefüllt. Gespannt verfolgten die Expertinnen und Experten die Einführung von Prof. Zsifkovits und das anschließende Impulsreferat von Ing. Walter Zwanz, Prokurist der Firma Öffnet externen Link in neuem FensterEstet. Obwohl zahlreiche Branchen vertreten waren, kam mitleidiges Lächeln und nickende Zustimmung vom Publikum zu den von Ing. Zwanz geschilderten, teils abenteuerlichen, Ausführungen und Erlebnissen beim Outsourcen in ferne Länder.

Bei der anschließenden Diskussion herrschte Einigkeit darüber, dass es ganz schwierig ist, aussagekräftige Kennzahlen aus den Systemen zu holen, die die Logistik vergleichbar machen. Selbst die Literatur ist sich nicht über die Parameter einig. Im globalen Geschäft sind es aber oft auch der Mentalitätsunterschied und sprachliche Missverständnisse, die eine perfekt geplante Supply Chain zusammenbrechen lassen. Selbst im eigenen Unternehmen kann - durch festgefahrene, gewachsene Strukturen - das Denken in einzelnen Optima das gesamte Optimum zerstören. Fehlende Kommunikation, keine klaren Verantwortlichkeiten, mangelde Datendisziplin und eingefahrene Routinen tragen das ihrige dazu bei. Aber auch positive Beispiele mit hochwertiger Qualität und besten Erfahrungen wurden in der Diskussionsrunde geteilt.

Der Trend, dass die Logistik - hier vorallem das "Lager" - viele zusätzliche Dienstleistungen in der Supply Chain zu erfüllen hat, wurde großteils von den Logistikdienstleistern übernommen. In diesen wirtschaftlich rauen Zeiten werden diese Dienstleistungen vermehrt wieder "ingesourct", was durch die anwesenden Logistikdienstleister auch bestätigt wurde.

Ein weiteres klares Ergebnis der Diskussionsrunde: Nur Prozesse, die stabil sind, deren Kosten transparent sind, können erfolgreich ausgelagert werden.

Der Abend fand seinen Ausklang bei Bier und Brezeln, wo noch heftig über die herrschende Unsicherheit und fehlende Perspektiven diskutiert wurde.

Die nächsten Themen und Termine

Materialfluss und Lager, 19. Mai 2010

Variantenmanagement, 29. September 2010

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Eindrücke vom Arbeitskreis