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1.000 PS für eine Tonne Erz

Waren es mit der Dulnig'schen Erzbahn gerade einmal 500 Tonnen Erz in 24 Stunden, so schafft heute der Erzzug, bestückt mit zwei Taurus (1116) Lokomotiven, mehr als das Dreifache in nicht einmal einem Drittel der Zeit.

Geschichte des Erzes

Die Ursprünge der Erzerzeugung am Erzberg gehen in das späte 11. oder frühe 12. Jahrhundert zurück. Auf der sogenannten Feistawiese konnten Schmelzöfen auf diese Zeit datiert werden.

Mitte des 13. Jahrhunderts begann man die Schmelzanlagen an den Oberlauf des Vordernberger Baches zu verlegen, dessen Energie die Blasbälge der Öfen über Wasserräder antrieb. Daraus leitet sich auch der Name "Radwerk" ab.

Um 1500 gab es in Innerberg-Eisenzerz bereits 19 und in Vordernberg 14 Radwerke. Dabei waren die Radwerke in privatem Eigentum. Jeder Eigentümer besaß zudem mehrere Erzgruben am Berg, einen ausgedehnten Wald- und Grundbesitz, Holzkohlenmagazine, Stall- und Wirtschaftsgebäude, einen ansehnlichen Fuhrpark, Zug- und Nutzvieh. Zu jedem Radwerk gehörte ein Personal von 20- 35 Köpfen. 

Eindrücke von der Fahrt mit dem Erzzug